Schwarz · Singapore
Klein genug für die Jackentasche.
Die Rollei 35 S verband ein außergewöhnlich kompaktes Gehäuse mit dem lichtstarken Sonnar 2,8/40 mm – ein ernsthaftes Werkzeug für Fotografen.
- 1974–1980
- Modellzeitraum
- 40 mm
- Sonnar-Brennweite
- 24 × 36
- Kleinbildformat
Das Familienexemplar
Keine Vitrinenkamera, sondern ein Werkzeug, das mitgenommen und benutzt wurde.
Die schwarze, in Singapur gefertigte Rollei 35 S gehörte einem Fotoenthusiasten, der mehrere Jahre in der Fotoabteilung von Hertie in Bad Godesberg arbeitete.
Heute ist sie noch immer im Besitz der Familie. Gebrauchsspuren werden nicht versteckt: Sie sind Teil der Objektgeschichte.
Das Premium-Modell
Große fotografische Idee. Kleines Gehäuse.
Die Rollei 35 S stand innerhalb der klassischen Rollei-35-Familie für die lichtstarke Sonnar-Variante. Von 1974 bis 1980 verband sie anspruchsvolle Optik mit außergewöhnlich kompaktem Format.
Lichtstarkes Sonnar
Mehr Spielraum bei wenig Licht und eine natürliche Perspektive für Alltag, Reise und Reportage.
Konsequent kompakt
Versenkbares Objektiv und ungewöhnliche Bedienung sparen Platz, ohne die fotografische Kontrolle aufzugeben.
Mechanisch direkt
Belichtung, Entfernung und Aufnahme entstehen bewusst – eine Kamera, die Mitarbeit verlangt und belohnt.
Rollei-HFT Sonnar
2,8 / 40 mm
Die Brennweite liegt zwischen klassischem 35-mm-Weitwinkel und 50-mm-Standard. Sie wirkt unaufdringlich, nah am natürlichen Seheindruck und eignet sich besonders für spontane Fotografie.
Technik, die etwas bewirkt
Daten mit praktischem Nutzen.
- Objektiv
- Rollei-HFT Sonnar 2,8/40 mm – lichtstark und vielseitig für Situationen des täglichen Lebens.
- Format
- 24 × 36 mm auf Kleinbildfilm – das klassische Seitenverhältnis mit großem Angebot an Filmmaterial.
- Verschluss
- Zentralverschluss – ermöglicht Blitzsynchronisation bis zur kürzesten Zeit von 1/500 Sekunde.
- Belichtung
- Der eingebaute Belichtungsmesser gibt Orientierung; Blende und Zeit bleiben in der Hand des Fotografen.
- Fokussierung
- Entfernungseinstellung über Skala – schnell, leise und mit etwas Erfahrung erstaunlich direkt.
Kleinbildformat
Das volle Bild auf 35-mm-Film.
Trotz ihrer geringen Abmessungen belichtet die Rollei 35 S das klassische Kleinbildformat von 24 × 36 Millimetern. Kompakt ist das Gehäuse – nicht das Negativ.
Bedienung
Ungewöhnlich. Logisch, wenn man sie kennt.
- Objektiv ausziehenVor der Aufnahme vollständig herausziehen und verriegeln.
- Zeit und Blende setzenDie beiden Frontregler bündeln die Belichtungssteuerung kompakt.
- Entfernung schätzenSkala und Schärfentiefe helfen bei der schnellen Vorfokussierung.
- Belichtung abgleichenDie Messanzeige unterstützt, entscheidet aber nicht anstelle des Fotografen.
Zentralverschluss
Blitzen bis 1/500 Sekunde.
Weil der Verschluss im Objektiv arbeitet, lässt sich Blitzlicht über den gesamten Zeitbereich synchronisieren. So bleibt auch bei heller Umgebung mehr Kontrolle über vorhandenes Licht und Blitz.
Erinnerung mit Vorbehalt
Die kleine Rollei mit großem Minolta-Blitz.
Der große Blitzaufbau gehört zur Erinnerung an die fotografische Praxis des Vaters. Die Kombination wirkt fast widersprüchlich – und zeigt, wie ernsthaft die kleine Kamera eingesetzt wurde.
Die Kamera heute
Ein Präzisionsinstrument mit Familiengeschichte.
Das schwarze Exemplar aus Singapur befindet sich weiterhin im Besitz der Familie. Seine Bedeutung liegt gleichermaßen in seiner Konstruktion, seiner fotografischen Nutzung und der Erinnerung, die mit ihm verbunden ist.
Quellen und Bildnachweise
Transparent dokumentiert.
Verwendetes Kamerafoto
Dateiname: „Rollei35s.jpg“ · Autor: Gisling · Quelle: Wikimedia Commons · Lizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0.
Bearbeitungen: responsive Größen, WebP-Konvertierung, Zuschnitt, reduzierte Farbsättigung und leichte Kontrastanpassung.
Originaldatei und Urheberangaben (externer Link)Lizenz
Die Namensnennung wird direkt am Bild und in diesem ausführlichen Nachweis geführt. Die Originaldatei bleibt über die Quelle nachvollziehbar.
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